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KI in Zürcher KMU 2026: was die Umfragen zeigen.

Mehr als die Hälfte der Zürcher KMU beurteilt KI positiv, und fehlendes Know-how ist die Hürde, die sie am häufigsten nennen. So lautet das Ergebnis der Umfrage 2026 der Zürcher Kantonalbank bei 1'287 Unternehmen.

Wer befragt wurde

Die Zürcher Kantonalbank und die ZHAW haben Zürcher KMU im März 2026 angeschrieben und die Antworten bis zum 9. April ausgewertet. 1'287 Unternehmen sind im Ergebnis: 829 Kleinstunternehmen, 351 kleine und 107 mittlere. Die Umfrage fragt, wie Unternehmen KI sehen, was sie davon wollen und was sie bremst. Wie viele KI schon nutzen, fragt sie nicht.

Wie Zürcher KMU KI sehen

Mehr als die Hälfte der Unternehmen beurteilt den Einsatz von KI positiv. Je grösser das Unternehmen, desto positiver: 81 Prozent der grösseren KMU, gegenüber 58 Prozent der Kleinstunternehmen.

Nach Branche sehen 74 Prozent der Unternehmensdienstleister KI positiv, gegenüber 58 Prozent in Bau und Architektur.

Was sie davon wollen

48 Prozent der Zürcher KMU wollen mit KI die Qualität steigern. Am meisten setzen sie KI laut Umfrage in Dienstleistung und Produktion sowie in Vertrieb und Marketing ein. Seit 2024 sind Geschäftsleitung sowie Forschung und Entwicklung wichtiger geworden.

Eine landesweite Umfrage für die Versicherung AXA vom März 2026 nennt die Aufgaben genauer. Bei Schweizer KMU fand sie diese Einsätze:

  • Übersetzungen: 47 Prozent
  • Korrespondenz: 42 Prozent
  • Werbetexte: 35 Prozent
  • Arbeitsschritte optimieren: 35 Prozent, zuvor 23
  • Kundensupport: 17 Prozent

Was sie bremst

40 Prozent der Zürcher KMU nennen fehlendes Know-how als wichtigste Hürde. Bei Unternehmen, die Mühe haben, Personal zu finden, sind es 51 Prozent.

Viele wünschen sich Hilfe: 73 Prozent der mittleren und 58 Prozent der Kleinstunternehmen geben Unterstützungsbedarf an. Datenschutz und Sicherheit beschäftigen 46 Prozent der mittleren und 38 Prozent der kleineren Unternehmen.

Kleinstunternehmen nennen es heute häufiger: 2024 bezeichneten 25 Prozent Digitalisierung und KI als Herausforderung, 2026 waren es 46 Prozent.

Was es für die Stellen bedeutet

Laut der Zürcher Umfrage rechnen Unternehmen, die KI positiv sehen, eher mit Stellenaufbau als mit Stellenabbau. In der AXA-Umfrage erwarten 47 Prozent der KMU mit KI-Erfahrung Zeiteinsparungen ohne Auswirkung auf die Stellenzahl, 12 Prozent rechnen damit, Personal einzusparen.

Was der Kanton tut

Der Zürcher Regierungsrat hat im April 2025 2,9 Millionen Franken bewilligt, um den Kanton als KI-Standort zu stärken. Das Amt für Wirtschaft setzt sie bis 2029 ein. Eines der vier Massnahmenpakete unterstützt Netzwerke von KMU, die KI in ihre Arbeit holen. Als Grund nennt die Regierung, dass KMU KI im europäischen Vergleich eher unterdurchschnittlich nutzen.

Was ich daraus lese

Die Umfrage zeigt: Zürcher Unternehmen wollen KI nutzen, und ihnen fehlt das Know-how, welche ihrer Aufgaben KI gut erledigt, wie man sie einrichtet und wie die Daten sicher bleiben. Das ist meine Arbeit.

Die Aufgaben aus der AXA-Liste sind der richtige Anfang: Text, der jede Woche anfällt und den jemand prüft, bevor er hinausgeht. Fast jedes Unternehmen löst den Datenschutz, indem es seine Daten sortiert und einen passenden Anbieter wählt.

Fragen

Wie viele Zürcher KMU nutzen schon KI?

Das sagt die Zürcher Umfrage nicht. Sie fragt nach Haltung, Zielen und Hürden. Landesweit fand die AXA-Umfrage vom März 2026, dass 35 Prozent der KMU KI bewusst einsetzen, 39 Prozent sie erproben und 26 Prozent sie noch nicht nutzen.

Welche Zürcher Unternehmen sehen KI am positivsten?

Grössere KMU und Unternehmensdienstleister. 81 Prozent der grösseren KMU und 74 Prozent der Unternehmensdienstleister beurteilen KI positiv, gegenüber je 58 Prozent der Kleinstunternehmen und der Betriebe in Bau und Architektur.

Wo sollte ein Zürcher KMU anfangen?

Mit einer Textaufgabe, die jede Woche anfällt und ohnehin geprüft wird, etwa Korrespondenz, Offerten oder Übersetzungen. Messen Sie die Zeit davor und danach. Dann entscheiden Sie über die nächste Aufgabe.

Quellen

  1. KMU ZH Monitor 2026
  2. KMU ZH Monitor 2026: Vertiefung künstliche Intelligenz
  3. KI in Zürcher KMU
  4. Stärkung des KI-Standorts Kanton Zürich
  5. Regierungsratsbeschluss Nr. 402/2025
  6. Künstliche Intelligenz: Schweizer KMU erwarten keine fundamentale Veränderung der Arbeitswelt